Passend zur Jahreszeit habe ich diese wunderschönen, wie ich finde (selberlob**), Macarons gemacht.
Die Füllung aus Datteln und Karamell hingegen wärmt den Bauch schon beim Gedanken daran.
Das schöne Muster wird mit Royal Icing, oder auch Eiweißspritzglasur genannt, aufgetragen.

Für eine besonders glatte Oberfläche und die perfekte Illusion wollte ich die Macarons aus italienischer Meringe mit Zuckersirup herstellen und richtig, richtig weiß färben.
Ist aber gründlich schief gelaufen, die Macarons sind aufgeplatzt und zusätzlich durch die große Menge weißer Lebensmittelfarbe, zäh wie Leder.
Im Moment stehe ich irgendwie mit den italienischen Macarons auf Kriegsfuß, hm.
Manchmal ist das so bei Macarons und dann auf einmal funktioniert es wieder wie ne 1.
Weiße Lebensmittelfarbe finde ich persönlich eher schwierig, da sie flüssig ist bzw. sein muss.

Daher habe ich mich für französische Macarons in schickem blau-grau entschieden.
Das Rezept und die genaue Anleitung bekommst du hier, auch zum Ausdrucken: Grundrezept für französische Macarons.

Bevor du dich an die Macarons wagst, stell die Mousse aus Datteln her. Während die Macarons backen, kann sie fest werden.
Dattel-Karamell-Mousse
| Portionen | für ca. 40-50 Macarons |
| Zubereitungszeit | 1 Stunde |
| Diät | Glutenfrei |
Zutaten
- 100g Datteln (entsteint, fein gehackt)
- 50g weiße Kuvertüre (fein gehackt)
- 40g Zucker
- 50ml Milch
- 3 Eigelbe (Größe M)
- 100g weiche Butter
- 100g Sahne (geschlagen)
Zubereitung
Zum Verzieren der Macarons habe ich mir die Eiweißspritzglasur folgendermaßen hergestellt.
Sie besteht aus:
- 1 Eiweiß (M)
- 180 g Puderzucker
- 2 TL Zitronensaft
Das Eiweiß wird mit dem Handmixer* angeschlagen, dann der Puderzucker dazu gegeben und kräftig mit dem Handmixer durchgearbeitet, bis sich alles zu einer weißen, glänzenden Masse verbunden hat. Dauert ca. 1 Minute.

Eiweiß mit dem Handmixer anschlagen.

Puderzucker zum Eiweiß geben und mit dem Handmixer einarbeiten.
Anschließend den Zitronensaft dazu geben und nochmals kräftig mit dem Handmixer durchrühren.
Je nach Größe des Eiweiß kann die Konsistenz der Spritzglasur zu fest oder zu weich sein.
Hier gilt es einfach auszuprobieren und gegebenenfalls etwas mehr oder weniger Zitronensaft zu verwenden, um die gewünschte Fließeigenschaft des Royal Icing zu erreichen.

Noch den Zitronensaft einrühren und fertig ist der Zuckerguss.
Bei mir hat es einige versuche gebraucht, bis ich die optimale Konsistenz erreicht hatte. In den Spritzbeutel gefüllt, mit Lochtülle Nr. 2. Ergebnis, dicke Balken.
Dann ein Tütchen aus Pergamentpapier* genommen aufgefüllt, Ende abgeschnitten, Spritzglasur zu flüssig und fließt zu schnell.
So ging es noch 2 mal, bis ich die optimale Mischung hatte und die Spitze des Tütchens nicht zu groß und nicht zu klein war.
Die ersten 15 Macaron-Schalen sind mir nicht so schön gelungen.

Zum Aufspritzen in ein Tütchen aus Pergamentpapier abfüllen.
Hinterher ist man immer schlauer. Daher empfehle ich dir, erst mal auf einem Blatt Papier zu üben.
Damit es dir nicht wie mir ergeht und du die Macaron-Schalen alle selber essen musst, weil du sie niemandem zeigen möchtest.

Zuckerguss zu flüssig, Tülle zu groß …
Bei den Mustern ist Kreativität gefragt, klar.
Daher sollen die folgenden Bilder auch nur das Prinzip zeigen, wie du die Macarons gestalten könntest.
Ich habe immer 1 Macaron-Schale auf ein Blatt Küchenpapier gelegt.
So konnte ich immer weiter drehen, ohne den Macaron zu berühren, bevor er fertig war.
(Darauf bin ich allerdings erst nach dem Fotografieren gekommen)

Mit feiner Spitze den Zuckerguss auftragen.

Mit etwas Übung gelingt das filigrane Muster.

Das Royal Icing trocknet relativ schnell, sodass du die Macarons auch gleich füllen kannst.
Nach Größe sortierte Macaron-Schalen gleichmäßig aufgereiht lassen sich schnell füllen.
Am besten du verwendest einen Spritzbeutel, so kommt die Füllung gezielt dahin wo sie hingehört.
In die Mitte der Macaron-Schale.

Macarons mit Dattelmousse füllen.


Macaronhälften zusammensetzen und im Kühlschrank reifen lassen.
Die fertigen Macarons müssen jetzt nur noch in eine luftdicht verschließende Dose und für 24 Stunden in den Kühlschrank.
Dadurch ziehen sie schön durch und ein Teil der Füllung zieht in die Macarons ein.
Sie sind danach außen knusprig und innen zart und saftig.
Viel Spaß beim kreativ Sein,
Nico
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Hallo lieber Nico!
Ich freue mich Deine Webseite zufällig entdeckt zu haben, denn ich habe ein paar misslungene Versuche Maccarons zu backen hinter mir und aus bitterer Enttäuschung wollte ich es nie wieder wagen… Aber nachdem ich mich hier umgeschaut habe, vielleicht mache ich es doch.
Ich habe allerdings ein Problem, denn bei mir wurde neulich eine Milcheiweiß Unverträglichkeit festgestellt… Kann ich in diesem Rezept Cocosmilch statt Milch nehmen ? Wahrscheinlich ja… Aber wie ist es mit weißer Kuvertüre oder Sahne? Oder soll ich besser eine andere Creme kochen? Hast Du vielleicht ein paar Tipps in dieser Hinsicht?
Liebe Elena, verzeih meine späte Antwort, ich war im Urlaub und hatte keinen Zugriff auf die Website.
Du kannst Kokosmilch verwenden.
Kuvertüre und Sahne gibt es meines Wissens auch als laktosefreie Varianten.
Wobei aber je nach Ausgeprägtheit der Unverträglichkeit von Milcheiweiß Sahne durchaus vertragen werden kann.
Liebe Grüße und gutes Gelingen,
Nico
Hallo Nico,
Frohes neues Jahr,,,,,danke für das tolle Rezept,,,,Die Macarons sehen spitze aus,Ich finde es gut von dir,dass du auch deine kleinen Pannen erwähnst,,,,,,:-):-)
Lieben Gruß,,,
Bille
Hallo Bille,
entschuldige meine späte Rückmeldung…
Freut mich sehr, dass Dir meine Macarons gefallen….
und meine Pannen ;-)
Genau, die gehören ja auch dazu :-)
Liebe Grüße, Nico