In dieser Woche ist mir etwas ganz interessantes passiert …
Ich bin in der Nacht wach geworden, weil ich mal Pipi musste. Auf dem Weg zum Tütü habe ich einen kleinen Umweg an meinem Schokivorrat vorbei gemacht.
Ok, ich gebe zu, das ist jetzt schon peinlich aber die besten Geschichten schreibt das Leben.
Während ich also so da sitze und mir eine Tafel meiner Lieblingsschokolade genehmige, kommt mir die Idee: „Eine Ganache aus Vollmilchkuvertüre, Vanille, Sahne und Butter, LU Kekse in der Ganache und orange-goldene Macarons“. Also die ungefähren Bestandteile der Schokolade, die ich gerade am Essen war.

Macarons und eine Vollmilch-Ganache mit Butterkeks.
Am nächsten Morgen …
„Wie kommt denn diese leere Packung hier hin?“ „Ah jetzt ja …“
Am nächsten Nachmittag …
Da ich mir nun schon in den Kopf gesetzt hatte, diese LU Kekse zu verwenden, habe ich mich auf den Weg gemacht und sämtliche Supermärkte und Co abgegrast.
Nichts zu machen, Nada.
Keine Chance, an diese Kekse zu kommen.
Mach dir mal den Spaß und googel nach „LU Le Petit Beurre“. Wenn man ihn online bestellen möchte, wird er zum Luxus Keks. Den günstigsten Preis, den ich finden konnte war 9€-irgendwas. Immerhin inklusive Versand aber erst in ungefähr, vielleicht übernächste Woche.
Hallo!! In der Zeit hätte ich mit dem Fahrrad nach Straßburg und zurück radeln können.
Hab nur gerade nicht die Zeit dafür …
Da es sich beim „Kleinen buttrigen“ um nichts anderes handelt als einen Butterkeks, habe ich aus reinem trotz den günstigsten Butterkeks genommen, den ich finden konnte.
Witzigerweise hat er auch 13% Butteranteil wie der LU, 1% mehr wie der andere Marken Keks.
Das Ergebnis meiner nächtlichen Wanderschaft ist ziemlich lecker geworden und die Macarons sehen nicht nur gut aus, sie schmecken auch ganz hervorragend.
Vollmilch-Ganache mit Butterkeks
| Portionen | 20-25 Macarons |
| Zubereitungszeit | 25 Minuten |
Zutaten
- 100g Vollmilchkuvertüre (fein gehackt)
- 100g Sahne
- 1/2 Vanilleschote
- 1 Prise Salz
- 30g Butter (in kleinen Stücken)
- 35g Butterkekse (= 5 Stück)
Zubereitung
Beim Backen der Macarons aus französischer Meringue ist mir etwas aufgefallen.
Ich hatte eine neue Backmatte ausprobiert.
Eine mit diesen Erhöhungen, die verhindern sollen, dass der Teig verläuft bzw. dafür sorgt, dass alle Macarons gleich groß werden. Für Ungeübte im Umgang mit dem Spritzbeutel eine klasse Erfindung.
Wenn man natürlich, wie ich, viel zu viel Teig verwendet und sie dadurch überlaufen, nützen sie nichts.
Ich sag ja, für Ungeübte im Umgang mit dem Spritzbeutel, oh man …

Ab der dritten Reihe habe ich es dann gemerkt …
Ok, was ist nun die Erkenntnis daraus?
Ich bin schon des öfteren gefragt worden, warum die Macaron-Schalen nach dem Backen hängen/kleben bleiben und woran das wohl liegen könnte.
So geschehen bei meiner neuen Backmatte mit Erhöhung.
Ich hatte die Macarons bei 160°C (dieses Mal mit Ober- Unterhitze) für 13 Minuten gebacken. Also fast wie immer, nur nicht mit Umluft. Spielt hier aber auch keine Rolle.
Bei genauerer Betrachtung der Matte viel mir nämlich auf, dass sie etwas dicker ist wie die, die ich normalerweise verwende.
So einfach ist die Lösung, es kommt einfach etwas weniger Hitze von unten durch.
2-3 Minuten länger backen und sie sind durch und kleben nicht mehr.
Sollte es bei dir also zu solchen „Hängern“ kommen, so liegt das sehr wahrscheinlich an der Stärke der Backmatte oder dem Backblech.
Backe beim nächsten Versuch einfach einige Minuten länger.

Ein anderer entscheidender Faktor ist, wie genau kennst du deinen Backofen?
Kein Backofen der Welt backt gleich, die Verteilung der Hitze ist überall anders.
Die eingestellte Temperatur und die wahre Temperatur des Backofens schwanken mitunter bis zu 10°C. Ist sie höher, platzen die Macarons auf oder verbrennen gar. Ist sie zu niedrig, backen die Macarons nicht durch und bleiben kleben. Auch ein „Füßchen“ bildet sich dann nur wenig bis gar nicht.
So viel zur Theorie.
Ich wollte Macarons in einem schönen, etwas dunkleren Orange haben und sie anschließend mit Goldglimmer abpudern.
Dafür habe ich den Eischnee mit etwas mehr orange und ein ganz wenig roterLebensmittelfarbe eingefärbt.

Nach dem Backen habe ich die Schalen mit Goldglimmer und einem großen Pinsel abgepudert, gefüllt und in einer luftdicht verschließenden Box über Nacht im Kühlschrank gelagert.
Für das beste Ergebnis hole die Macarons 2 Stunden bevor du sie genießen möchtest aus dem Kühlschrank.

Abpudern mit Goldglimmer …

Füllen, Deckel drauf und ab in die Box.
Ok, wer sich traut, darf gerne von seinen nächtlichen „Essgewohnheiten“ berichten. Kühlschrank, Keksdose oder Schokivorrat?
Viel Spaß beim kreativ Sein,
Nico.

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Hi Nico,
heißend Dank für die tolle Anregung. Diese Ganache werde ich erst einmal für andere Leckereien verwenden. Geschmack kenne ich schon lange , die Idee nur mit der Konsistenz finde ich mega.
Danke , Danke , Du bereicherst mich ständig.
Besten Gruß